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eine unvollständige Sammlung von Ereignissen im Jahr 2007.

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09.12.2007 | Bremen
[ DVU UND NPD ]
Landheim WalleAm heutigen Sonntag treffen sich etwa 50 alte und neue Nazis von NPD und DVU zu einer gemeinsamen Jahresabschlussfeier im "Landheim Walle" (Foto). Entgegen dem bundesdeutschen Trend versuchen die Bremer und Bremerhavener Kreisverbände weiterhin den "Deutschlandpakt" aufrecht zu erhalten und haben in letzter Zeit ihre Zusammenarbeit wieder intensiviert. Der Vorsitzende der Bremer NPD, Jörg Wrieden, ist mittlerweile auch bei der hiesigen DVU schwer aktiv und das zusammen mit der von der NPD verstoßenen Yardim-Familie, welche ebenfalls in der DVU ihre vorläufig neue politische Heimat gefunden hat.
DVU/NPD-Aufkleber So sitzen bei der Feier auch anscheinend alle wieder an einem Tisch, während hinter den Kulissen weiter gegeneinander gehetzt wird. Der stellvertretende NPD-Kreisvorsitzende Sascha Humpe lässt sich intern beispielsweise weiter über "Kanaken" in der rechten Szene aus. Wir meinen: Wer Pommes bestellt, muss auch die Curry-Wurst essen (frei nach Theodorich Kroneder).

17.11.2007 | Vechta
[ ANTIFASCHISTISCHE GEGENKUNDGEBUNG IN VECHTA ]
Zu einer Gegenkundgebung des BündnisGegenRechts Vechta/Diepholz in Vechta finden sich zwischen 10 und 12 Uhr rund 300 AntifaschistInnen am "Alten Markt" ein. Sie protestieren mit Redebeiträgen und Musik lautstark gegen eine Kundgebung der NPD, die vom NPD-Direktkandidaten zur Niedersächsischen Landtagswahl, Markus Pohl aus Vechta, angemeldet ist. Anwesend ist dieser allerdings einmal persönlich, so dass Christian von Velsen die Versammlungsleitung vor Ort übernehmen muss. Etwa 70 Nazis sind angereist und stehen neben dem Lautsprecherwagen der Heisenhofbande dumm rum. Sichtlich genervt gehen die Nazis dann nach 2 Stunden Rumstehen und Reden von Thomas Wulff und Christian Worch zu ihrem Bus zurück und werden dort noch einmal von GegendemonstrantInnen am Abreisen gehindert.
 Vechta: NPD lautstark gestört (indymedia-Artikel)

17.11.2007 | Osterholz-Scharmbeck
[ NPD-STAND IN OSTERHOLZ-SCHARMBECK ]
An diesem Samstag verstanstalten 4 Nazis auf dem Osterholzer Maktplatz einen NPD-Infostand. Obwohl auf dem Marktplatz nicht viel los ist, harren die mutigen Kameraden von 12 bis 16 Uhr hinter ihrer Auslage aus. Sichtlich gelangweilt werden sie nichts von ihrer braunen Propaganda los.

03.11.2007 | Cuxhaven
[ NPD-STAND ABGERÄUMT ]
Die NPD führt in der Cuxhavener Innenstadt einen Infostand durch. Trotz Polizeipräsenz wird der Stand von mehreren Personen umgekippt, ein Pavillon und Nazipropaganda werden beschädigt. Es kommt zu einem Handgemenge, 4 Personen (darunter 2 Polizisten) werden verletzt, mehrere Leute bekommen Anzeigen wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

27.10.2007 | Nienburg
[ "REINRASSIGE AFFEN" IN NIENBURG" ]
Die NPD Verden/Nienburg beginnt am heutigen Samstag ihren Wahlkampf mit einem Infotisch in der Nienburger Innenstadt. Bei schlechtem Wetter stehen sich Sven Wellhausen, Matthias Schulz und Niels Fortmann an ihrem Plastikstehtisch und unterm NPD-Regenschirm die Beine in den Bauch.
 Großer Wahlkampfauftakt der NPD Nienburg (indymedia-Artikel)

20.10.2007 | Sachsen
[ ENDSTUFEKONZERT IN SACHSEN ]
Endstufe-FlyerDie Bremer Rechtsrockband "Endstufe" spielt auf einem Konzert in Niesky (Sachsen, siehe Flyer). Mit dabei: "Kommando Skin", "Les Vilains" und "White working class boys" (beide aus Belgien).

05.10.2007 | Rotenburg (Wümme)
[ BRAUNE KARTOFFEL ]
Die auserkorene niedersächsische Kartoffelprinzessin Jessica Gottschalk hat ihre Krönung auf dem Rotenburger Kartoffelfest abgesagt. Grund dafür ist ein Flugblatt, das die 20jährige dem "Rotenburger Widerstand" zuordnet. In diesem ist sie seit 2005 aktiv und verklebte u.a Wahlplakate für die NPD.
Na, kleine braune Möchtegernprinzessin, da hast du dich wohl durch deine eigene Kartoffelsuppe gezogen. Viel Spaß beim Auslöffeln!

22.09.2007 | Weyhe
[ DEMONSTRATION GEGEN RECHTS IN WEYHE ]
Am Vormittag demonstrieren in Weyhe rund 500 Menschen gegen die regionale Naziszene und den am gleichen Tag stattfindenden Naziaufmarsch.
Dieser beginnt am frühen Nachmittag. Entgegen der Einschätzung des Anmelders Sascha "Luft" Humpe (NPD-Aktivist aus Bremen-Nord), der im Vorfeld von 200 Kameraden ausging, finden sich letztlich ganze 40 Nazis beim Bahnhof in Kirchweyhe ein. Aufgrund der geringen TeilnehmerInnen-Anzahl wird den Faschos kein Lautsprecherwagen genehmigt und so ziehen sie nicht nur ziemlich stumpf, sondern auch ziemlich stumm durch die leeren Straßen. Im traurigen Haufen sind auch einige Faschos aus Bremen, Bremerhaven.
Bemerkenswert ist mal wieder ein mächtiges Bullenaufgebot von über 3 Hundertschaften, die an den Zufahrtsstraßen Kontrollstellen errichten, diverse Platzverweise erteilen, massiv filmen und fotograieren und den Aufmarsch der Nazis hermetisch abriegeln. Auch der Bremer Staatsschutz tut dabei sein Bestes und belästigt Mensch und Natur in einem schwarzem VW-Golf mit dem Kennzeichen HB-HM 813.
 Nazi-Aufmarsch in Weyhe (indymedia-Artikel)
 Fotos aller 40 Nazis

15.09.2007 | Weyhe
[ AUFMUCKEN GEGEN RECHTS ]
Aufmucken gegen RechtsZum mittlerweile siebten Mal findet in Weyhe das "Aufmucken gegen Rechts" statt. Insgesamt kommen diesmal gut 750 BesucherInnen zu dem Event und zeigen dadurch Flagge gegen Rechts. Die Nazis lassen sich den Abend über nicht blicken. Eine von ihnen angekündigte Kundgebung gegen die Veranstaltung wird nicht genehmigt und um eine Woche nach hinten verlegt.
Weitere Infos zum Aufmucken gegen rechts findet ihr unter  aufmucken.com.

02.09.2007 | Bremerhaven
[ DVU-STÜHLERÜCKEN ]
Auf einem Kreisparteitag der Bremerhavener DVU wird ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Kreisverbands-Vorsitzender ist der 31jährige Rudolf Bargmann, seine Stellvertreter sind Jürgen Noller und Marion Blohm, als Beisitzer fungieren küftig Peter Balnat, Ursula Fabisch, Peter Lappe sowie Heinrich Müller.

18.08.2007 | Kolding (Dänemark)
[ REGIONALE NAZIS IN DÄNEMARK ]
Um die 200 Neonazis marschieren durch die Stadt Kolding in Süddänemark, 80km nördlich von Flensburg. Der Aufmarsch dient als Ausweichveranstaltung für den "Hess-Marsch" im bayerischen Wunsiedel, welcher letztendlich verboten wurde.
Formal organisiert wird der Aufmarsch von der DNSB ("Danmarks Nationalsocialistiske Bevægelse" - "Nationalsozialistische Bewegung Dänemarks"), die Wurzeln in der in den 30er-Jahren gegründeten DNSAP hat, der dänischen Variante der deutschen NSDAP.
Dass das Zeigen von Hitlergruß, Hakenkreuzen etc. in Dänemark nicht verboten ist, erhöht die "Attraktivität" der Hafenstadt für die deutschen Nazis. Mit dabei ist auch eine Gruppe von Nazis aus der Bremer Region, unter ihnen der  Bremer Nazi Andreas Hackmann und einige andere.
 Fotos von regionalen Nazis

00.08.2007 | Bremen
[ DUMMHEIT VERJÄHRT NICHT ]
Ostendorf und LarischIm Rahmen des Todestages des Hitler-Stellvertreters und Naziverbrechers Rudolf Hess finden bundesweit Aktionen von Nazis statt. So auch in Bremen, in mehreren Stadtteilen wird mit Schablonen das Konterfei von Hess und der Spruch "Märtyrer sterben nie" gesprüht.
Henrik Ostendorf fuhr außerdem vom 13.-17. August zusammen mit Nils Larisch in einem LKW quer durch Deutschland, auf welchem Naziparolen bezüglich des Ablebens ihres Idols zu lesen sind. Der Bremer Nazi-Hool "Ossi" Ostendoof ist zudem der Verantwortliche einer Homepage mit entsprechendem Inhalt (46jahre.de).
Foto: Die "furchtlosen Fahrer auf den Straßen des Führers" (Zitat Homepage) Henrik Ostendorf und Nils Larisch vor der Nazikarre.
MÄRTYRER STERBEN NIE - RUDOLF HESS STARB 1987...

28.07.2007 | Wilhelmshaven
[ AUF'N ARSCH STATT AUFMARSCH ]
Silvio KrugAn diesem Samstag soll eigentlich eine Kundgebung der NDB ("National-Sozialistischen Bewegung Deutschlands") in Wilhelmshaven stattfinden. Diese sollte unter dem Motto "Schluss mit der Fremdherrschaft" stehen und die angebliche "Besatzung Deutschlands" durch "Usrael" und die "USA" thematisieren. Organisiert wurde sie vom "Bundesvorsitzenden" des NBD, dem seit einem Jahr in der "Szene" aktiven Silvio Reinhold Krug.
Das Engagement einiger AntifaschistInnen hat allerdings die Bemühungen des Organisatoren zur Farce werden lassen.
 mehr...
 Bericht über die Reaktionen der Nazis ("Provinzkritik"-Blog)

21.07.2007 | Verden (Aller)
[ ANTIFASCHISTISCHE DEMONSTRATION IN VERDEN ]
Unter dem Motto "Jetzt erst Recht!" demonstrieren ca. 70 Menschen um auf die Nazistrukturen in Verden und Umland aufmerksam zu machen. Gerade wegen der 2008 anstehenden Landtagswahl ist wieder damit zu rechnen, dass die Nazis im Landkreis in die Nervoffensive gehen und ihre stumpfe Propaganda verbreiten werden. Um dem braunen Pack entgegenzuwirken ist es wichtig die örtlichen linken und antifaschistischen Strukturen zu unterstützen und z.B. das selbstverwaltete Jugendzentrum zu erhalten. Die Demo wird von einem riesigen Polizeiaufgebot begleitet.
 Aufruf zur antifaschistischen Demonstration (Antifa Verden)

17.07.2007 | Bremen
[ SCHWARZER BLOCK IN DER INNENSTADT ]
Mehrere als PolizistInnen verkleidete Personen platzieren einen großen schwarzen Block auf dem Bremer Marktplatz. Vor Ort weisen sie 0durch gespielte Szenen auf Polizeirepression und die damit verbundene Kriminalisierung politisch aktiver Menschen hin. Im Anschluss ziehen die falschen Bullen mit ihrem schwarzen Block dann in einer Spontandemonstration vom Domshof in Richtung Ziegenmarkt.
 Schwarzer Block in Bremen gesichtet (indymedia-Artikel)

14.07.2007 | Lüneburg
[ NAZIS WERDEN IN LÜNEBURG AUSGELACHT ]
Rund 150 Nazis marschieren von großem Protest begleitet durch Lüneburg. Einige der GegendemonstrantInnen schaffen es auf die Route zu kommen und zwingen den Aufmarsch dadurch zu einem spontanen Richtungswechsel. Am Rande der Aufmarschroute sind etliche Plakate und Transparente angebracht, die den Nazis verständlich machen, dass sie sich doch bitte verpissen sollen. Auch aus Bremen reisen einige TeilnehmerInnen des braunen Aufzugs mit dem Bus an.
 Demobericht vom Antifa InfoPool Hamburg
 Nazidemo in Lüneburg (Niedersachsen) (indymedia-Artikel)

00.07.2007 | Nienburg
[ RENE BISCHOFF AUS EYSTRUP WEGEN VOLKSVERHETZUNG VERURTEILT ]
Rene BischoffDas Amtsgericht Nienburg verurteilt den 28-jährigen Nazi Rene Bischoff zu einer Bewährungsstrafe von 5 Monaten, zusätzlich muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Bischoff hatte über seinen Computer rechtsextreme Lieder im Internet verbreitet.
Schon mehrmals wurde ihm der Besitz oder die Verbreitung von rechtsextremen Kennzeichen vorgeworfen, zuletzt im April dieses Jahres. Die zwei Einzelkämpfer Rene Bischoff und Niels Fortmann waren verantwortlich für die Webseite der "Nationalen Offensive Nienburg", auf der antisemitische Schriften verbreitet wurden, weswegen Fortmann auch verurteilt wurde. Zur Begründung, warum er wieder nur Bewährung bekam, gab die Richterin die anstehende Geburt seines ersten Kindes an.
Stöbert man ein wenig in der Vergangenheit des Rene Bischoff fällt schnell der krasse politische Wandel dieses Mannes auf: Bei der Bundestagswahl 1998 kandidierte er noch für die APPD ("Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands") in Niedersachsen.

16.06.2007 | Bremerhaven
[ TITTMANN ENDLICH RAUS ]
Siggi-Tittmann Am 16. Juni teilt das selbsternannte Aushängeschild der Bremerhavener DVU, der Bürgerschaftsabgeordnete Siggi Tittmann, seinen Austritt aus der DVU mit. Offiziell gibt er an, die Nase voll zu haben von der Parteipolitik, außerdem wolle er einer Erneuerung nicht im Weg stehen.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende ist mit ein paar Jahren Unterbrechung seit 1987 in der Bremer Bürgerschaft aktiv, sein derzeitiges Mandat will er auch behalten. Der Bremerhavener DVU-Bürgerschaftsabgeordnete Anatoli Wolf schloss sich ihm an und beide zusammen bilden sie jetzt die Gruppe "Protest der Bürger" (PdB). Dadurch hat die DVU dummerweise keinen Fraktionsstatus mehr, was ihnen vor allem finanzielle Einbußen beschert. Aber es gehe keinenfalls "gegen die DVU und Dr. Frey und seine Familie", so Tittmann. Die Zusammenarbeit sei stets gut gewesen, und der Schritt sei ihm nicht leicht gefallen.
Nun stellt sich natürlich die Frage nach den wirklichen Gründen des Entschlusses von "Ex-Siggi". Mit Blick auf das letzte  Ergebnis der Bürgerschaftswahlen vom 13.05.2007 in Bremen wird deutlich, dass die Wahl für die DVU noch schlechter gelaufen ist als die Jahre zuvor. Unter Parteimitgliedern wurde auch aus diesem Grund schon seit längerer Zeit diskutiert, ob Siggi einfach "zu alt" sei, viele DVUler wünschen sich einen anderen Zuggaul. Tittmann fühlte sich dadurch wohl in seiner Eitelkeit gekränkt und hat durch den freiwilligen Austritt einen offiziellen Abgang vermeiden wollen.
Seine finanzielle Zukunft hat er auf jeden Fall abgesichert. Nach drei Legisturperioden in der Bürgerschaft hat er Anspruch auf eine anständige Pension. Wie hieß es noch gleich? "Polit-Abzocker raus!"

02.06.2007 | Lüneburg
[ NAZI-SPONTANAUFMARSCH IN LÜNEBURG ]
Nachdem der bereits im Dezember 2006 angemeldete Aufmarsch in Schwerin durch das OVG doch noch verboten wird, verlagern etwa 350 braunen Jungs und Mädels ihre Aktivitäten in die Fußgängerzone der Stadt Lüneburg. An diesem Tag spaziert eine größere NPD-Delegation aus Bremerhaven und Bremen (u.a. Michael Schäfer, Markus Privenau, Horst Görmann, Sascha Humpe und Michael Jurkeit) mit, ebenso wie Heinrich Rathjen aus Achim vom "Unabhängigen Bürgerkreis".
Als Lautsprecherwagen wird der olivgrüne, altbekannte Verdener VW-Pritschenbulli mit dem Kennzeichen VER-CA 84 aufgefahren. Der Rückweg zu den Reisebussen ("Von Rhaden" aus Bremen/Schwanewede und "O.V.S. Busch" aus dem Raum Cloppenburg, "Langreder Reisen" aus Steimbke/Nienburg) der 100 norddeutschen Kameraden aus dem Raum Hamburg/Bremen wird von der Polizei etwas verkürzt, die Spontan"demonstranten" werden eingekesselt und zur Überprüfung ihrer Personalien mehrere Stunden festgesetzt.
 Naziaufmarsch in Lüneburg (indymedia-Artikel)

02.06.2007 | Schwerin
[ KEIN AUFMARSCH IN SCHWERIN ]
Ein geplanter Naziaufmarsch in Schwerin findet aufgrund rechtlicher Bestimmungen nicht statt. Trotzdem versammeln sich einige hundert Antifaschisten am Schweriner Hauptbahnhof und werden von der Polizei eingekesselt. Die Nazis führen daraufhin mehrere "Spontanaufmärsche" durch, unter anderem in Lüneburg und am Brandenburger Tor in Berlin.
 Übersicht: Nazi-Kundgebungen am 2. Juni 2007 (indymedia-Artikel)

02.06.2007 | Bremen-Vegesack
[ NPD-STAND IN VEGESACK ]
In der Vegesacker Fußgängerzone machen die NPDler Sascha Humpe (Jugendreferent des NPD-Kreisverbandes Bremen) und Lutz Henze (NPD-Ex-Knasti) mit zwei weiteren Nazis mehr oder weniger einen Infostand. Sie stehen gelangweilt herum, schämen sich sichtlich und bekommen böse Blicke zugeworfen.

00.06.2007 | Rostock / um Heiligendamm
[ GUTE NACHT G8! ]
Vermummter im FeldG8-Gipfel in Deutschland und großer Widerstand dagegen. Hier nur einige erste Links zu Überblicksartikeln und Zusammenfassungen:
 de.indymedia.org - G8-Special
 G8: Das war der Gipfel (indymedia-Artikel)
 Repression während des Gipfels (indymedia-Artikel)
Außerdem:  G8-TV

Mit besonderem Bremer Bezug:
 "Zivile Aufklärer" der Bremer BFE (indymedia-Artikel)


15.05.2007 | Nienburg
[ NPD-NAZI VERURTEILT ]
Nils FortmannIn Nienburg findet ein Prozess wegen Volksverhetzung statt. Angeklagt ist der arbeitslose Nils Fortmann (siehe Foto), weil er auf der Internetseite der NPD Nienburg die antisemitischen "Protokolle der Weisen von Zion" veröffentlicht hatte. Angemeldet ist die NPD-Domain auf Rene Bischoff aus Eystrup. Bischoff behauptet jedoch allen Ernstes, diese Seite nie angemeldet zu haben und schiebt die Verantwortung auf Fortmann. Dieser hat nach eigener Aussage die Hetzschrift nur "zur Diskussion" stellen wollen, wohl aber in dem Wissen, sich damit strafbar zu machen.
Vor Gericht erscheint er ohne Anwalt und redet im Verlauf des Prozesses viel wirres Zeug. Ständig fällig er der Richterin ins Wort und scheint sich auch nicht über die Mindeststrafe von 3 Monaten bewusst, die auf den Tatbestand der Volksverhetzung steht.
Am Ende wird er zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt, die aufgrund nicht vorhandener Vorstrafen auf 3 Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muß Fortmann 150 Sozialstunden ableisten.

13.05.2007 | Bremen
[ BREMEN HAT GEWÄHLT ]
Die Bremer Bürgerschaftswahlen 2007 sind vorbei.
 Ein kurzer Überblick über die Ergebnisse am rechten Rand
 Liste aller rechtsextremen KandidatInnen (PDF-Format)
 Die Braune Suppe im Kampf um Stimmen (Ausblick von vor der Wahl)

06.05.2007 | Bremerhaven
[ DVU-WAHLVERANSTALTUNG ]
In der Stadthalle Bremerhaven findet eine öffentliche Wahlveranstaltung der DVU statt, gegen deren Durchführung die Stadt Bremerhaven erfolglos geklagt hatte. Die Veranstaltung wird von etwa 150 Polizisten und dem Sicherheitsdienst der Stadthalle geschützt. Gegen die Veranstaltung hatten im Vorfeld rund 700 Leute an einer Demonstration teilgenommen, die vor den Absperrungen endet. Hier angekommen gibt es eine kulturell bunt gemischte Gegenkundgebung und ein Fest mit Live-Musik.
Als die ersten DVU-Busse eintreffen werden diese durch anwesende DemonstrantInnen an der Zufahrt zur Stadthalle gehindert und müssen den weiträumig abgeschirmten Hintereingang benutzen. Nur wenige DVUler schaffen es zu Fuß in die Halle, der Großteil kommt in einem der 10 Reisebusse aus Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen, von denen die meisten nicht einmal halbvoll besetzt sind. Aus Bremen kommt ein Reisebus der Firma "Primo-Reisen" aus Cuxhaven.
In der Stadthalle finden sich letztlich um die 400 DVU-AnhängerInnen ein, die den Reden von Gerhard Frey, "Siggi" Tittmann, Gerard Menuhin, Steffen Krause, Hans Otto Weidenbach, Sven Eggers und Liane Hesselbarth lauschen. Gut 50 NazigegnerInnen gelingt es gegen Ende der Veranstaltung in in die Stadthalle zu gelangen und die Reden lautstark zu stören, die DVU kocht vor Wut.
Vor dem offiziellen Beginn der Wahlkampfveranstaltung hatte ein internes Treffen führender Vertreter von DVU, NPD sowie "freien Kameradschaften" stattgefunden, hier wurde unter anderem die weitere (Nicht-)Zusammenarbeit im Rahmen des sog. "Deutschland-Paktes" zwischen DVU und NPD besprochen. Hierfür angereist aus Bremen waren unter anderen Michael Schäfer, Sascha Humpe, Jörg Wrieden und Andreas Hackmann.
 Fotos der DVU-Veranstaltung in der Stadthalle Bremerhaven

05.05.2007 | Bremen-Blumenthal
[ HENZE SÄT WIND ]
Am Samstagabend kommt es vor dem Wohnhaus des NPD-Kaders Lutz Henze in der Mühlenstraße 206 in Bremen-Blumenthal zu Auseinandersetzungen zwischen Henze und einigen Kameraden sowie Jugendlichen aus dem Stadtteil. Kurze Zeit später erscheint die Polizei und versucht die Lage durch Platzverweise zu beruhigen, was nur teilweise gelingt. Bei den Nazis werden schließlich mehrere Baseballschläger und Schlagstöcke sichergestellt.
Bereits in den beiden Vormonaten war Henze durch Gewalttaten aufgefallen: Im März saß er wegen Körperverletzung mehrere Wochen im Knast, im April war er an einer Schlägerei in Bremen-Vegesack beteiligt. Der NPD-ler passt damit bestens zur neuen Kampagne seines Kameraden Sascha Humpe mit dem rührseligen Namen "Bremer Bündnis keine Gewalt".

05.05.2007 | Bremen-Vegesack
[ ANTIFA-DEMO IN BREMEN-VEGESACK ]
Unter dem Motto "Schöner leben ohne Nazis" demonstrieren um die 200 Menschen in Bremen-Vegesack. In Redebeiträgen und Flugblättern wird auf regionale Naziaktivitäten hingewiesen. Einzelne Nazis, die am Rande zu provozieren versuchen, werden weggeschickt.
 Fotos der Demo
 Bremen - Schöner Leben ohne Nazis (indymedia-Artikel)

01.05.2007 | Vechta
[ ANTIFA-DEMO GEGEN NAZIAUFMARSCH IN VECHTA ]
Vechta-DemoMehrere Hundert Antifas demonstrieren in Vechta unter dem Motto "Moak dat gie wech koamt!" gegen einen Aufmarsch von sage und schreibe 116 von überallher zusammengekratzten Faschos. Ca. 1.300 Bullen sorgen für einen weitgehend ungestörten Verlauf des braunen Spektakels.
 Fotos aller 116 Nazis
 1.Mai: Proteste gegen NPD in Vechta (indymedia-Artikel)

01.05.2007 | Dortmund
[ NAZIAUFMARSCH IN DORTMUND ]
Am Naziaufmarsch in Dortmund nehmen zahlreiche Nazis aus dem Bremer Raum teil.
 1.Mai: Dortmund am 1. Mai, ein erster Überblick (indymedia-Artikel)

27.04.2007 | Bremen-Farge
[ HAIDER IN BREMEN ]
Im "Fährhaus Farge" der Familie Stöver findet eine rechte Wahlveranstaltung mit dem Rechtspopulisten Jörg Haider aus Kärnten/Österreich statt. Veranstaltet wird dies von der Bremer Wählervereinigung "Bremen muss leben - Deutsche Konservative" unter Vorsitz von Joachim Siegerist.
Haider wird am Vormittag von der Polizei am Flughafen Bremen aufgegriffen und dann unter Geleitschutz (damit der in Bremen nichts kaputt und dreckig macht) zum Veranstaltungsort gefahren. Am Hauptbahnhof steht ein Bus bereit, der die Säcke nach Farge karren soll. Über 100 Polizeikräfte schützen die Veranstaltung vor der Öffentlichkeit. Im Fährhaus selbst sitzen rund 200 meist alte und von außerhalb angereiste stolze Deutsche und lauschen Haiders Rede über Ausländerkriminalität und anderen rechtspopulistischen Scheiß.
Im Anschluss fährt Siegerist mit Haider dann für einen Stadtbummel in die Bremer City um ein paar Fotos für das Familienalbum zu machen.

24.04.2007 | Bremen
[ NAZI-HOOLIGANS IM VIERTEL ]
Nach dem Fussballspiel Werder Bremen II gegen den FC St. Pauli treibt sich eine größere Gruppe Nazi-Hooligans im Viertel herum. Unter ihnen auch die Anti-Antifa-Aktivisten Andreas Hackmann und Simon Lahusen per Fahrrad, welche den Nazischlägern der "Standarte" gezielt Anweisungen geben, welche vermeintlichen Linken sie angreifen sollen.
Nach einigen Angriffsversuchen sammeln sich die Nazi-Hools zum Teil mit Schlagstöcken bewaffnet in der Nähe des Jugendfreizeitheims Friesenstraße (wo zur Zeit ein Konzert läuft), um BesucherInnen auf dem Rückweg anzugreifen. Eine Gruppe von Leuten sammelt sich daraufhin auf dem Ziegenmarkt und geht schließlich zur Gegenwehr über: die Nazis werden erfolgreich vertrieben.

14.04.2007 | Bremen-Vegesack
[ SCHLÄGEREI MIT NAZIS ]
Am Bahnhof Vegesack kommt es zu einer Schlägerei zwischen drei Nazis und ein paar Jugendlichen. Unter den Nazis ist der bekannte Bremen-Norder NPD-Nazi Lutz Henze, der bei der Auseinandersetzung schwerer verletzt wird.

30.03.2007 | Bremen
[ SCHNÜFFELNAZIS ]
Simon Lahusen Sebastian AllwardtIm Umfeld einer Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz gegen die EU-Außenministerkonferenz kreuzen die Nazis Andreas Hackmann, Simon Lahusen (Foto links) und Sebastian Allwardt (Foto rechts) auf ihren Fahrrädern herum.
Sebastian Allwardt ist übrigens nach  einer Outingaktion in seinem Wohnumfeld mittlerweile mit in die Eigentumswohnung von Henrik Ostendorf (Am Wall 82) eingezogen. Dessen ehemaligen Mitbewohner-Nazi, das Anabolika-Männchen Martin Wulff, zog es unterdessen an den gedeckten Tisch seiner Freundin, die ebenfalls im Brill-Quartier wohnt.


24.03.2007 | Bremen
[ NPD-STAND II ]
Am Vormittag baut die Bremer NPD einen Infotisch auf dem Neuen Markt in der Neustadt auf. Anwesend sind der NPD-"Jugendreferent" Sascha Humpe und einige weitere Jungnazis. Die Polizei muss Extrakräfte zusammenziehen um die Nazis vor GegendemonstrantInnen zu schützen.
Nach einiger Zeit packen die Faschos dann den Tisch und ihre Propaganda, von der sie kein bißchen loswerden konnten, wieder ein, steigen in ein Taxi und fahren davon. Der Anti-Antifa-Aktivist Andreas Hackmann fährt währenddessen mit seinem Fahrrad die Gegend ab und hält nach Antifas Ausschau.

17.03.2007 | Minden
[ NAZIAUFMARSCH IN MINDEN ]
Am Samstag marschieren rund 170 Nazis, die größtenteils aus dem Ruhrgebiet und der Region Ostwestfalen Lippe anreisen, durch Minden. Mit von der Partie sind auch Nazis aus Verden und der NPD Hannover. Angemeldet wurde der Naziaufmarsch durch die "Nationale Offensive Schaumburg" unter Leitung von Marcus Winter. Rund 800 Polizisten gesellen sich zum Rundmarsch und tragen dazu bei, dass der Nazihaufen unter Einsatz massiver Polizeigewalt durch Minden ziehen kann. Schön jedoch ist, dass die rund 1000 an verschiedenen Orten versammelten GegendemonstrantInnen es zum Teil erfolgreich schaffen den Aufmarsch zu stören.
 Minden: Polizei ermöglicht Naziaufmarsch (indymedia-Artikel)
 Kurzbericht zum Naziaufmarsch in Minden. (indymedia-Artikel)
 Minden: Fotos vom Naziaufmarsch am 17.3.2007 (indymedia-Artikel)

10.03.2007 | Bremen
[ NPD-TISCH I ]
In der Vahr führt die NPD einen Infostand durch. Die üblichen Verdächtigen der Bremer NPD stehen sich dort sichtlich überflüssig ihre Beine in den Bauch. Mit von der Partie ist Lutz Henze vom "Heimdall-Shop", der erst wenige Tage zuvor aus dem Knast entlassen wurde.

03.03.2007 | Nordwestmecklenburg
[ NEONAZIKONZERT MIT ENDSTUFE ]
ChristianIn Mühlen-Eichsen (Nordwestmecklenburg) findet ein Nazikonzert mit vier Bands statt. Eine von ihnen ist Deutschlands dienstälteste Rechtsrockband  "Endstufe", die sich seit einiger Zeit mit Christian (siehe Foto) als neuem Gitarristen "schmücken" kann.
Die Fangemeinde aus dem Bremer Umland reist mit dem Bus eines Rotenburger Unternehmens zum Konzertort an. Dazu gesellen sich weitere ca. 500 BesucherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Unter dem wachsamen Auge der Polizei verläuft der mit rassistischen Texten gefüllte Abend ohne weitere Störungen.

03.03.2007 | Bremen
[ SIEGERIST IN GEHEIMER MISSION ]
Im IBIS-Hotel am Rembertiring trifft sich die rechte Wahlvereinigung "Bremen muss leben" um den Rassisten Joachim Siegerist zu einer internen Veranstaltung. Auf dem Treffen wird über die Herangehensweise im Bezug auf die Bürgerschaftswahl in Bremen beraten. Siegerist hatte in letzter Zeit mit mehreren Postwurfsendungen versucht, Menschen von sich zu überzeugen. Hier konnte man seitenweise diffuse Anschuldigungen und Hasstiraden über Politiker, Antifa, Wirtschaft, Drogenkonsumenten, gelbe Säcke usw. lesen.
"Bremen muss leben" will bei der Bürgerschaftswahl Mitte Mai allen Ernstes 25 Prozent der Stimmen erreichen.

03.03.2007 | Bremen
[ WENN DAS GROSSVATER WÜSSTE... ]
Die NPD will einen Infostand beim Ohlenhof in Gröpelingen durchführen. Zu sehen sind dort u.a. Sascha Humpe, Louisa Yardim und Anhang. Andreas Hackmann läuft schon im Vorfeld als Abgesandter alleine in der näheren Umgebung herum, um nach potentiellen ProtestlerInnen Ausschau zu halten. Die ganze Meute steht dann um kurz vor 11:00 eine Weile untätig beim Lindenhof im kalten Nass herum, langweilt sich und versucht sich irgendwie um den Aufbau und die Durchführung des Standes zu drücken. Dann die gute Botschaft für die Frauen und Männer der Schönwetterfront: Der Infostand soll nun doch nicht aufgebaut werden, alle Nazis verschwinden wieder unverrichteter Dinge.
Sie hatten wohl keinen Bock bei dem Scheißwetter stundenlang alleine hinter einen Plastiktisch zu stehen und zu merken, dass sich niemand für ihren geistigen Dünnschiss in Wort- und Schriftform interessiert. Da packt man dann schon mal lieber seine sieben Sachen wieder zusammen und lässt es lieber (vielleicht ja auch mit der scheiß NPD komplett).

24.02.2007 | Hildesheim
[ NAZIAUFMARSCH IN HILDESHEIM ]
Rund 4000 Menschen demonstrieren in Hildesheim mit einer bunt gemischten, äußerst heterogenen Demo gegen einen Aufmarsch von 200 Nazis aus dem NPD- und Kameradschaftsspektrum. Angemeldet wird dieser vom Hamburger Neonazi Christian Worch und unterstützt von der "Bürgerinitiative für Zivilcourage Hildesheim".
Aus Bremen reist eine Gruppe von ca. 10 Bremern und Bremerhavenern an, so z.B. Michael Schäfer, Andreas Hackmann, Markus Privenau sowie mehrere Bremer Nachwuchs NPDler. Auch die ehemalige Heisehof-Bande aus dem Verdener Raum ist vor Ort.
 Fotos von Nazis aus dem Bremer Raum
 
Widerstand gegen Naziaufmarsch in Hildesheim (indymedia-Artikel)
 Naziaufmarsch in Hildesheim (indymedia-Artikel)

10.02.2007 | Rotenburg
[ ANTIFASCHISTISCHE GEGENDEMONSTRATION IN ROTENBURG ]
Gut 400 Menschen demonstrieren am Samstagvormittag in der Rotenburger Innenstadt gegen einen vom Heisenhof-Nazi Daniel Fürstenberg angemeldeten Naziaufmarsch. Exakt 107 Nazis sind in die Stadt gekommen um diesmal gegen "Repression" zu sein. Etwa 10 Mal so viele PolizistInnen müssen die Nazis während ihres Karnevalsaufzugs durch die Rotenburger Wallachei vor direkter antifaschistischer Repression schützen. Unter unter den Nazis sind Malte Bormann und Matthias "Puh der Honigschlecker" Schulz aus Verden.
 Fotos aller 107 Nazis
 Naziaufmarsch in Rotenburg an der Wümme (indymedia-Artikel)

27.01.2007 | Achim
[ HOLOCAUST-GEDENKTAG ]
Heute jährt sich die Befreiung der überlebenden Gefangenen des Konzentrationslagers Ausschwitz. Zwischen 1942 und 1945 wurden hier systematisch über 1.500.000 Menschen ermordet.
In der Achimer Innenstadt findet eine Kundgebung und ein Gedenkmarsch zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern und in Achim statt. An den Aktiviäten beteiligen sich gut 130 BürgerInnen und Antifas. Aufgerufen hatte das Aktionsbündnis zum Holocaust-Gedenktag. Ein Ort des Gedenkens ist das Cohn-Haus, auf das im Pflaster eingelassene "Stolpersteine" hinweisen. Eine Rednerin beschreibt hier das Leben der Familie Cohn, die nach Ausschwitz deportiert und dann dort ermordet wurde. Eine von der NPD im Vorfeld angekündigte Gegenkundgebung in Achim und ein Aufmarsch in Rotenburg wurden aufgrund des geschichtsträchtigen Datums verboten.
 Demo in Achim am 27.01.2007 (indymedia-Artikel)

27.01.2007 | Rotenburg und Umland
[ NAZIKONZERTE ]
Im angemieteten Rotenburger Angelheim findet am Abend ein Liederabend mit Doofmachmusik statt. Auslöser dafür sind  "Annett und Michael". Besucht wird das Ereignis von rund 60 Leuten, größtenteils von NPD-Anhänger. Unter ihnen befinden sich auch Andreas Hackmann, Markus Winter, Arvid Strelow und Daniel Fürstenberg. Beide Dumm-Dumm-Geschosse können jedoch nicht lage rumträllern, da die Veranstaltung von der Oldenburger Polizei und Beamten des Rotenburger Staatsschutzes aufgelöst wird. Alle TeilnehmerInnen werden kontrolliert und bekommen einen Platzverweis.
In Grauen bei Rotenburg findet am gleichen Abend ein Nazikonzert mit ca. 80 TeilnehmerInnen aus dem Umfeld der "Freien Kameradschaften" und den "Hammerskins" statt.

25.01.2007 | Verden
[ BRANDANSCHLAG AUF GEDENKSTÄTTE ]
Bei einem Brandanschlag auf die Gedenkstätte für ZwangsarbeiterInnen in Verden und Umgebung brennt in der Nacht zum vergangenen Freitag der Eisenbahnwagon mit den sich darin befindlichen Exponaten komplett nieder. Die Gedenkstätte war vor drei Jahren unter Initiative von SchülerInnen und dem Förderverein für Regionalgeschichte auf dem Verdener Schulhof eingerichtet worden.
 "Die Leute wachrütteln" (Artikel in der Jungen Welt)

20.01.2007 | Bremen
[ NAZI-HOOLIGANS ÜBERFALLEN WERDERFANS ]
Ca. 25 Nazi-Hooligans verletzen bei einem Überfall auf eine Feier der Werder-Fangruppierung "Racaille Verte" mehrere Menschen, einige darunter schwer. Die größtenteils jungen Werderfans feierten am Abend im Ostkurvensaal des Weserstadions ihr 1-jähriges Bestehen. Nachdem ein eintreffender "Gast" gebeten wurde, seine Jacke des  Nazilabels "Thor Steinar" auszuziehen, tauchen wenig später mehrere Nazis auf und provozieren. Um kurz nach Mitternacht eskaliert die Situation dann, als nochmals etwa 15 Personen aus dem Umfeld der Nazi-Hooligangruppe "Standarte Bremen" erscheinen. Die gesamte Gruppe demoliert nicht nur Inventar des Ostkurvensaals, sondern greift auch Werder-Anhänger gezielt an. Mehrere Menschen tragen Prellungen, Brüche und Gehirnerschütterungen davon, zwei Personen müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Nazis hatten auf am Boden liegende Personen eingetreten und Menschen, die sich in Sicherheit bringen wollten, bis in ein angrenzendes Kleingartengebiet verfolgt und dort mit mehreren Angreifern schwer verletzt. Unter anderem mit von der Partie beim Überfall:  Andre Sagemann und  Hannes Ostendorf.
Der Verein (immerhin "Hausherr") reagiert erst knapp 3 Wochen später, nachdem der Vorfall in Zeitungen und Radio-Berichten regional und bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte. Zunächst hatte man sich noch um einen "runden Tisch" mit den Angreifern bemüht, um den Vorfall zu klären. Das Bremer Fanprojekt verspricht unterdessen, "einschlägig bekannte Personen" des Ostkurvensaales zu verweisen. Bereits zwei Wochen später (nach dem Schalke-Spiel) treiben sich genau hier jedoch die bekannten Neonazis  Andreas Hackmann, Simon Lahusen,  Henrik Ostendorf und Andre Sagemann herum und werden geduldet.
Die Reaktionen des offiziellen "Fanbeauftragten" Dieter Zeiffer sind unterdessen an Dummheit kaum mehr zu überbieten, im Werder-Magazin bezeichnet er den organisierten Überfall der Nazi-Hooligans als "gewalttätige richtungspolitische Auseinandersetzungen".
 Augenzeugenbericht auf der Seite von "Racaille Verte"
 Werder: Runder Tisch mit Nazis (taz-Artikel)
 Fans gegen Nazi-Kuschelecke (taz-Artikel)
 Siegt die Angst im Weserstadion? (Artikel im Weser-Kurier)
 Thema dazu im Werder-Diskussionsforum (Andreas Hackmann alias "querdenker" mischt hier zeitweise mit)

Nachsatz: Wenn er gerade nicht mit anderen Nazi-Hooligans unterwegs ist um Jugendliche krankenhausreif zu schlagen, arbeitet Andre Sagemann nachts seit Jahren als Türsteher für die Disko  "Neue Welt" ("Musik als Träger von Ideen", Rembertiring 7-9) und kontrolliert hier bei Anlässen wie der "Alternativen Tanznacht" das junge Publikum.

20.01.2007 | Bremen
[ NAZI-MAHNWACHE ]
Ein sogenanntes "Bremer Bündnis gegen Gewalt" ruft für Samstag zu einer "Mahnwache" in Bremen-Osterholz auf. An ihr beteiligen sich regionale Nazis, Neonazis und Rechtsradikalinskis, namentlich die Bremer NPD und ihre Jugendgruppe sowie Nazis aus dem Bremer Umland (alle absolut gewaltfrei, natürlich!). Initiator des Bündnisses ist Bremer NPD-Jugendreferent Sascha Humpe, der vor einigen Wochen mit anderen Nazis im Bahnhof Hannover ganz gewaltfrei linke Jugendliche angegriffen hatte.
Die Mahnwache richtet sich gegen Therapie des Vaters des kleinen Kevin aus Bremen, das glorreiche Motto lautet "Warum wollt ihr nicht kapieren, Kindermörder kann man nicht therapieren!".
Unter den 25 rumstehenden Nazis befinden sich Markus Privenau, Sascha Humpe, Louisa Yardim mit Freund Benjamin Brodnicki, Gabriela Yardim und Sohn Resul, Andreas Hackmann und Michael Schäfer. Angereist sind auch Christan Worch und Alexander Hohensee aus Hamburg, die beide auch einen Redebeitrag zum Besten geben. Von der NPD Verden/Rotenburg lassen sich Daniel Fürstenberg, Yannick Kleinhans und Matthias Schulz blicken.
Die Nazis werden von fünf Hundertschaften (plus fünf Wasserwerfern) der Bulizei aus Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein weiträumig abgeschirmt, damit die gut 400 GegendemonstrantInnen den Nazis nicht auf die Füße laufen können. Das ergibt eine rekordverdächtige Quote von 20 Polizisten auf einen Nazi.
Insgesamt führt dies Verhältnis dazu, dass von der Mahnwache weit und breit nichts zu hören und zu sehen ist. Nach getaner Arbeit wird der braune Haufen in einen Sonderbus der BSAG verfrachtet und zum Bremer Hauptbahnhof gefahren.
 Fotos der Nazis
 Nazikundgebung in Bremen (indymedia-Artikel)
 Beitrag von "buten un binnen"



 
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 05.05.2008
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