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was ging ab?
eine unvollständige Sammlung von Ereignissen im Jahr 2000.
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| 2000
12.12.00 | Bremen
[ HAUSDURCHSUCHUNG BEI JÖRG-HENDRIK WRIEDEN ]
Am Dienstag den 12. Dezember 2000 haben Staatsschutzbeamte in der "Lüssumer Heide" Wohnung, Kellerräume und das Auto des Bremer NPD-LV Jörg-Hendrik Wrieden durchsucht. Gegen Wrieden läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Er hatte im Juli ein Fax an verschiedene Zeitungen geschickt, welches er außer mit seinem Namen mit einem Hitlergruß (wie bescheuert bist Du eigentlich, Jörg?) unterzeichnete. Das Fax war von der "Blood & Honour Sektion Weser-Ems" verfaßt worden und bezog Stellung zu einem von der Polizei aufgelösten Nazikonzert in Harburg. Im Fax wurde Verständnis für Leute geäußert, die PolizistInnen umbringen und sich darüber gewundert, dass es nicht mehr Leute tun. Grund genug für Staatsanwalt Uwe Picard, bei Wrieden PC und Datenträger, Papiere und Schriftstücke mit Hakenkreuzen sowie zahlreiche Schlagwerkzeuge (Polizeiknüppel und Totschläger), Schreckschusswaffen und beidseitig geschliffene Messer einzusammeln. Die NPD-Verbotskomission läßt grüßen....
09.11.00 | Bremerhaven
[ 30.000 GEGEN RECHTS IN BREMERHAVEN ]
In "Fishtown" ruft ein bürgerliches Bündnis zu einer Menschenkette gegen Rechts auf. Tatsächlich beteiligen sich über 30.000 BremerhavenerInnen eine halbe Stunde an der symbolischen Aktion. Auf Transparenten fordern die TeilnehmerInnen Demokratie und Toleranz. Als Grund für die überragende Beteiligung wurden vom Veranstalter Hakenkreuzschmierereien angegeben, die im September überall in der Stadt gesprüht wurden. Natürlich ist es ein tolles Gefühl, wenn 30.000 Menschen was gegen Rechts haben. Nur leider kommt dieses Engagement etwas spät. Wenn in Bremerhaven der "Kameradschaftsbund Bremerhaven" zur Hatz gegen AusländerInnen, Linke und alles "Fremde" aufruft oder die DVU im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen die gesamte Stadt dichtplakatiert und die Nerven besitzt, mit einem Megaphon-Wagen durch die Straßen zu fahren, wenn die DVU dann auch noch einen Sitz in der Bürgerschaft bekommt muß mensch sich doch fragen: wo sind die ganzen BremerhavenerInnen gegen Rechts jetzt?
Also weg von symbolischen Aktionen zur Beruhigung des eigenen Gewissens - direkte Aktionen gegen KameradInnen, FaschistInnen, Alt-Nazis und den sogenannten "Nationalen Widerstand" sind jetzt gefragt - die Zeit der Lichterketten ist vorbei!
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