Link zu bremen.antifa.net Logo: fight the right ones!
Linktipp: Das Recherche- und Medienkollektiv "Recherche Nord"
   
Startseite
was geht ab?
was ging ab?

Enemy
Lesestoff
Specials
Presse & Co.
Rechtshilfe
Spiel & Spaß

Links
Adressen
Kontakt
nix Nazi-Aufmarsch
am 23. Juni in Bremen-Nord!

1. Was ist los am 23. Juni?
Der NPD-Kreisverband Bremen hat für den 23. Juni 2001 einen Aufmarsch angemeldet. Es ist ein weiterer Versuch des neofaschistischen Netzwerks aus NPD, JN und sogenannten "Freien Kameradschaften", ungestört in Bremen-Nord zu marschieren.

2. Gibt es Gegenaktionen?
Wie schon am 17. März werden wir nicht tatenlos zusehen, wie Nazis durch Bremen ziehen. Deshalb rufen wir dazu auf, sich den Nazis in den Weg zu stellen bzw. ihnen unmissverständlich klar zu machen, dass sie ihre Klappe halten und abhauen sollen. Unser Ziel, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern, werden wir jedoch nur erreichen, wenn viele Menschen bereit sind, rechtzeitig (!) vor Ort zu sein und die Strecke zu blockieren.

3. Was passierte am 17. März?
Der Nazi-Aufmarsch vor knapp 3 Monaten war von massiven Protesten begleitet. Letztendlich konnten 800 Polizisten nicht mehr für die "Sicherheit" der 150 Nazis garantieren, weshalb die geplante halbstündige Abschlusskundgebung auf dem Aumunder Marktplatz nach 5 Minuten beendet wurde.

4. Gilt das Demonstrationsrecht nicht auch für Nazis?
Die Frage ist nicht, ob es ein Gesetz gibt, das Nazi-Aufmärsche erlaubt. Die Frage ist, ob wir zulassen, dass ein Mob von Nazi-Schlägern durch die Straßen marschiert und menschenverachtende Propaganda verbreitet, oder ob wir uns dagegen wehren, Protest zeigen, dies verhindern. Den Feinden der Meinungsfreiheit kann keine Meinungsfreiheit gewährt werden.

5. Aber die Nazi-Aufmärsche sind doch friedlich...?
Dass Aufmärsche von Neonazis oft "friedlich" verlaufen, ist kein Zufall, sondern Konzept. Die Nazis haben (für die Dauer des Aufmarsches) die strikte Anweisung, friedlich, sauber und diszipliniert aufzutreten. Ordner werden eingesetzt, die darauf achten, dass das "Saubermann-Image" keinen Schaden nimmt.
Trotzdem sind die TeilnehmerInnen der Aufmärsche die selben Personen, die dafür verantwortlich sind, dass "anders" aussehende/denkende Menschen beleidigt, beschimpft, bespuckt, verletzt oder getötet werden!

6. Sind die Nazis eine isolierte Randgruppe?
Leider nicht. Menschen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft sind immer wieder Stichwortgeber der Nazis. Wer rechtsextreme Denkweisen - beispielsweise durch rassistische Äußerungen - gesellschaftsfähig macht, sollte sich über die Konsequenzen im Klaren sein.
Und: nicht nur die Nazi-Gewalt fordert Menschenleben, sondern auch der staatliche Rassismus in der BRD.

7. Was ist mit "staatlicher Rassismus" gemeint?
Die deutsche Politik schert sich nach wie vor einen Dreck um die Situation von Flüchtlingen. Durch rassistische Gesetze werden sie ausgegrenzt und erniedrigt, erhalten keine Arbeitserlaubnis, werden unter miserablen Bedingungen untergebracht, dürfen den ihnen zugewiesenen Landkreis nicht verlassen. Mit monatlich 80 DM (Warengutschein) müssen sie für ihr Überleben sorgen. Zudem droht permanent die Abschiebung.

8. Was ist von der staatlichen Repression gegen Nazis zu halten?
Die aktuell diskutierten Konzepte gegen Nazis beschränken sich auf traditionell rechte Maßnahmen wie Zensieren, überwachen, Verbieten, Verurteilen und sind denkbar ungeeignet, rechtes Denken zurückzudrängen.
Abgesehen davon richten sich die Maßnahmen des Staates (Einschränkung des Demonstrationsrechts, Video-überwachung, ...) früher oder später auch gegen andere Teile der Gesellschaft. Im Kampf gegen Neonazis und rechtes Denken ist es deshalb fahrlässig, auf Politiker, Gerichte oder Polizisten zu vertrauen.
Wir sind gespannt ob am 23. Juni wieder einmal protestierende AntifaschistInnen von Polizisten verprügelt und verhaftet werden, während Faschisten durch die Straßen marschieren und "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" rufen...

9. Wo ist der Treffpunkt für Gegenaktionen?
Wir fordern alle auf, die etwas gegen den Nazi-Aufmarsch unternehmen wollen, am 23. Juni um 10 Uhr an der Ecke Gerhard-Rohlfs-Str. / Breite Str. zu sein. Dann gilt: Augen und Ohren offenhalten für nähere Infos, oder das Info-Telefon anrufen. Der Rest liegt an Euch...

Also dann...
Keine Stadt, keine Route, keine Ruhe den Nazis!



 
Druckansicht
Link zu dieser Seite versenden!
Kommentare, Hinweise, Ergänzungen?
Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 16.09.2003
URL dieser Seite: bremen.antifa.net/specials/23juni01/flugblatt.php